Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) befähigt Menschen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere und auf die Natur zu erkennen und sich so zu verhalten, dass möglichst niemand benachteiligt wird. In den BNE-Fortbildungen des „Hauses der kleinen Forscher“ lernen Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte, was MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich bedeutet und wie sie die eigene Einrichtung bzw. pädagogische Arbeit entsprechend weiterentwickeln können.

© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Moos unter der Lupe: Kinder der Kita Silberburg in Stuttgart forschen zum Thema Feinstaub.

2019 endete die Modellphase, in der die Stiftung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie unterstützt von 28 Netzwerkpartnern BNE-Fortbildungen neu ins Programm aufnahm. Mit ihrem Bildungsangebot trägt die Stiftung zum Erreichen des globalen Nachhaltigkeitsziels 4 „Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern“ bei (vgl. Bericht der UNESCO, wo dieses als wichtige nationale Maßnahme benannt wird). Ab 2020 arbeitet die Stiftung auch an Bildungsangeboten, die das globale Nachhaltigkeitsziel 12 „Nachhaltig produzieren und konsumieren“ aufgreifen.

280 Trainerinnen und Trainer sind für Bildung für nachhaltige Entwicklung fortgebildet und ca. zwei Drittel der Netzwerkpartner bieten Fortbildungen dazu an.

Neben der zweiteiligen Fortbildung für pädagogische Fachkräfte bzw. Kita-Leitungen stellt die Stiftung Kitas, Horten und Grundschulen weitere Angebote zur Verfügung, die helfen, Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Dazu gehören neben Online-Kursen und Webinaren ein Erklärfilm und ein Paket aus mehreren Kurzfilmen (gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung).

Die Spezialausgabe wurde von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" herausgegeben zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Neue Materialien

Das 2019 publizierte Kinderbuch „Was wäre, wenn niemand die Gabel erfunden hätte? Technik querdenken“ regt mit zahlreichen Bildern Kinder ab drei Jahren dazu an, Fragen zu stellen, die die Lernbegleitung aufgreifen kann, um philosophische Gespräche zu führen und einen Zusammenhang zwischen Technik und einer frühen Bildung für nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Zum Buch gibt es ein pädagogisches Begleitheft.

Ebenfalls 2019 erschien eine 40-seitige Spezialausgabe der Fachzeitschrift „KiTa aktuell“ zum Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, herausgegeben von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Die Zeitschrift erreichte über 7.000 Kita-Leitungen, pädagogische Fachkräfte und Träger. Eine Ausgabe des stiftungseigenen Magazins „Forscht mit!“ stellte unter dem Titel „Echt fair!?“ Fragen der Gerechtigkeit in den Mittelpunkt – ein Thema, mit dem sich viele Kitas und Horte im Alltag beschäftigen.

Gemeinsam mit renommierten Fachleuten hat sich die Stiftung mit Fragen rund um das Bildungskonzept „Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschäftigt. Was sind dessen Ziele? Wie können diese im pädagogischen Alltag praktisch umgesetzt werden? Welche Rolle spielt dabei das Handeln der Leitung? Wie sehen konkrete Bildungsangebote aus? Welche Wirkung haben die Angebote des „Hauses der kleinen Forscher“ auf pädagogische Fach- und Leitungskräfte? Die gewonnenen Erkenntnisse erschienen im zwölften Band der wissenschaftlichen Schriftenreihe der Stiftung „Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung – Ziele und Gelingensbedingungen“.

97 % der Kita- und Hortleitungen in Deutschland haben Interesse am Thema Nachhaltigkeit. Nur 6 % der Leitungskräfte finden, dass Kita- bzw. Hortkinder noch nicht alt genug für das Thema seien.

Pressemitteilung zur repräsentativen Befragung von 500 Kita- und Hortleitungen zu BNE und Nachhaltigkeit im Herbst 2019